21. Neujahrsempfang der CDU-Stadtratsfraktion am 9. Januar 2015

Zum bereits 21. Neujahrsempfang der Völklinger CDU-Stadtratsfraktion konnte Fraktionsvorsitzender Stefan Rabel in der Wehrdener Kulturhalle mit rund 200 Gästen wieder einen repräsentativen Querschnitt all derjenigen begrüßen, die zum Teil beruflich, vor allem aber ehrenamtlich ihren Beitrag dazu leisten, das Völklingen als Gemeinwesen voran kommt.
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OB Klaus Lorig, Stefan Rabel und Gisela Rink mit Emil Hölle, der auch die Ehrenurkunde für die erkrankte Ingrid Himmel entgegennahm.

Stellvertretend für viele nannte Rabel etwa Gerald Fries, der mit zahlreichen Mitstreitern die Bürgerinitiative gegen das Bordell im Stadtteil Fenne ins Leben gerufen hat und Elke Naccarato, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im schulischen Bereich engagiert und erfolgreich die Freiwillige Ganztagsschule am Standort Heidstock-Luisenthal organisiert. Deren Fortbestand, so Rabel, werde von der CDU-Stadtratsfraktion ausdrücklich unterstützt, einer Abschaffung zugunsten einer Gebundenen Ganztagsschule an diesem Standort stehe die CDU ablehnend gegenüber.

In diesem Jahr besonders geehrt durch Urkunden und je ein kleines Präsent in Form der Völklinger Einkaufsgutscheine für ihre langjähriges Engagement im Seniorenbeirat der Stadt zum Wohle der älteren Menschen wurden nach Würdigung durch Oberbürgermeister Klaus Lorig Ingrid Himmel und Emil Hölle.

Den Rückblick auf das vergangene Jahr verband der CDU-Fraktionsvorsitzende mit einem Ausblick auf aktuelle und kommende Themen. So verwies er in Sachen Stadtentwicklung auf die bislang leider gescheiterten Bemühungen zur Umsetzung des City-Centers, machte aber zugleich auch deutlich, dass die Ansiedlung von Handel, Gewerbe und Dienstleistungen in dieser Innenstadtlage für die CDU weiterhin Priorität habe und die Ansiedlung eines Berufsschulzentrums dort die schlechteste Alternative sei.

Auch die Stadtwerke konnten an diesem Abend nicht fehlen. Hier habe es teilweise katastrophale Nachrichten im vergangenen Jahr gegeben. Dennoch, so stellte Rabel klar, leisteten die Mitarbeiter hier weit überwiegend hervorragende Arbeit, wofür er ihnen im Namen der CDU-Fraktion dankte. Wesentlichen Strukturen vor allem der Führungsebene und Arbeitsabläufe seien hingegen nicht in Ordnung.

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Fraktionsvorsitzender Stefan Rabel

Beim Thema Meeresfischzucht müssten sich alle Verantwortlichen eingestehen, dass die Stadtwerke damit überfordert waren und sind. Hier seien mittlerweile Profis von außerhalb aktiv, um die Dinge zu richten. Standpunkt der CDU-Fraktion sei es, nun so schnell wie möglich so viele Anteile des Fischzucht-Unternehmens wie möglich an seriöse Investoren zu verkaufen. Auch Oberbürgermeister Klaus Lorig räumte in seinem Grußwort selbstkritisch Fehler ein, die bei diesem Projekt gemacht wurden. Das übergeordnete Ziel, so Rabel,  sei die Sicherstellung der Versorgung mit Strom, Wasser, Gas und Fernwärme als Kerngeschäft und die Erhaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs in Völklingen. Hierzu müssten die Stadtwerke saniert, umstrukturiert und als Konzern erhalten bleiben.

Der SPD bot Rabel eine Fortsetzung der bisherigen  konstruktiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit an, die für geordnete und stabile Verhältnisse im Stadtrat gesorgt habe. Er machte allerdings deutlich, dass geordnete und stabile Verhältnisse Beständigkeit voraus setzten und die CDU deshalb für „wechselnde Partnerschaften“ nicht zur Verfügung stünde. Rabel: „Einerseits auf die Stimmen der CDU zu zählen, um gemeinsam Haushalt und Steuererhöhungen zu beschließen, und andererseits mit Linken und Grünen den Oberbürgermeister stürzen wollen – das ist mit uns nicht zu machen!“ Die SPD sei als nun stärkste Fraktion in der Verantwortung und müsse entscheiden, was sie wolle, so Rabel weiter.

Zum Abschluss des offiziellen Teils bereitete Rabel die Anwesenden auf „ein sicher nicht einfaches Jahr“ vor. Er könne „nicht versprechen, dass alle Probleme Völklingens in diesem Jahr gelöst werden können und dass am Ende alles gut wird!“ Was er aber versprechen könne sei, dass die CDU in Völklingen gemeinsam mit Oberbürgermeister Lorig und Bürgermeister Bintz und gemeinsam mit den konstruktiven Kräften in der Stadt auch in diesem Jahr mit aller Kraft und vollem Einsatz daran arbeiten werde, so viele Baustellen wie möglich zu schließen – „und vielleicht auch die ein oder andere neue Baustelle neu zu beginnen, wenn sie unsere Stadt voran bringt!“