Auf Antrag der CDU: Hauptausschuss des Stadtrates Völklingen tagte im Jagdschloss Karlsbrunn

Wie von der CDU-Stadtratsfraktion bereits vor einiger Zeit beantragt, tagte der Hauptausschuss des Völklinger Stadtrates im Karlsbrunner Jagdschloss. Ziel war es, sich vor Ort ein Bild von der Arbeit und den Zukunftsperspektiven des „Zweckverbandes Regionalentwicklung Warndt“ zu machen und mit Blick auf kommende Haushaltsberatungen auch einen Überblick über die Kostensituation zu erhalten. Denn der Zweckverband, der das Jagdschloss unterhält, wird durch die Mittelstadt Völklingen zu 2/5 mitfinanziert (weitere 2/5 durch Großrosseln, 1/5 durch den Regionalverband). „Gerade vor dem Hintergrund anstehender Haushaltsberatungen war es uns wichtig vor Ort zu erfahren, wie unsere Haushaltsmittel bislang eingesetzt wurden“, so Fraktionsvorsitzender Stefan Rabel.  Ebenso von Bedeutung war zu erfahren, wie sich der Finanzierungsbedarf künftig darstellen wird. „Letztlich bedeutet ein solcher Zweckverband auch eine Finanzierungsverpflichtung für kommende Jahre, und den gilt es abzuschätzen und gegenüber anderen Ausgaben im Haushalt abzuwägen“, sagt Kevin Frank.

Anschaulich geführt durch Bürgermeister Jörg Dreistadt als Vertreter der Gemeinde Großrosseln und Daniel Albert in seiner Funktion als Geschäftsführer des Zweckverbandes, konnte sich der Ausschuss ein umfassendes Bild des Zustandes von Gebäude und Gartenanlage machen, die als Forstgarten bestimmten Kriterien entsprechen muss. Klar wurde, dass für Pflege und Erhalt von Gebäude und Gartenanlage und mit Blick auf kommende Nutzungsmöglichkeiten etwa für Ausstellungen, kulturelle Veranstaltungen und Feierlichkeiten in Zukunft ein höherer Mitteleinsatz notwendig ist.

Nach dem Rundgang und der Vorstellung der Zahlen steht für die CDU-Stadtratsfraktion fest, dass der veranschlagte Finanzierungsbedarf des Zweckverbandes durch den Anteil der Stadt Völklingen nicht aus der Luft gegriffen ist. Die CDU-Stadtratsfraktion unterstützt deshalb auch weiterhin das finanzielle Engagement Völklingens im Zweckverband, zumal der Mittelansatz ebenso überschaubar wie leistbar ist. Rabel: „Wir reden hier nicht über riesige Summen!“. Insgesamt gehe es für Völklingen im Jahr 2019 um einen Anteil von rund 9.000 Euro im Jahr. „Das ist gut angelegtes Geld, wenn dadurch die Warndtregion erfolgreich weiterentwickelt werden kann!“, so Rabel weiter. „Überall wird von interkommunaler Zusammenarbeit geredet, hier wird sie gelebt!“, sagt Kevin Frank. Nachdem kürzlich die Standesamtsbezirke Großrosseln und Völklingen zusammengelegt wurden, ist es auch für Völklinger Paare problemlos möglich, im Jagdschloss zu heiraten, was auch gerne genutzt werde. Erfreulich sei auch, so Frank, dass der Schlossgarten in einem Atemzug mit dem Forstgarten in Perl genannt werde und auch im offiziellen Reiseführer der Tourismuszentrale des Saarlands stehe.

Insgesamt hält die CDU-Stadtratsfraktion das Projekt für erfolgversprechend und ausbaufähig: „Wünschenswert ist für uns auch die Einbeziehung des Erlebnisbergwerks Velsen und des Heimatkundlichen Vereins mit seinen Sammlungen in die Gesamtkonzeption. Ich sehe für Völklingen den Stadtrat und die Verwaltung in der Pflicht, zur Fortentwicklung stärker als bisher auch eigene Ideen mit einzubringen!“, so Rabel abschließend.

Stefan Rabel, Fraktionsvorsitzender                                                                    Kevin Frank, stv. Fraktionsvorsitzender und Pressesprecher