Bei Abrissmaßnahmen darf es nicht bleiben: Luisenthal braucht viele kleine Fortschritte!

Der Startschuss der RAG ist ein wichtiges Signal für den vom Strukturwandel vernachlässigten Stadtteil Luisenthal, aber dabei darf es nicht bleiben!

Wir freuen uns gemeinsam mit der Luisenthaler Bevölkerung über die nun begonnenen weiteren Abrissmassnahmen der RAG Montan Immobilienauf dem Gelände der ehemaligen Tagesanlage Luisenthal. Aber das darf nur der Anfang für viel weitere Maßnahmen sein. Nach jahrelangen Ankündigungen und schönen Plänen auf dem Papier müssen nun endlich konkrete weitere Aktivitäten folgen:

  • der durch die Bahnlinie zerschnittene Stadtteil braucht eine fußläufige Verbindung, der Ober- und Unterdorf zusammenführt
  • das Gelände muss zum Wohnen als auch zum Arbeiten erschlossen werden. Vorstellbar ist für uns z.B. die Schaffung von Wohnraum für Studenten und von Arbeitsraum für Handwerker, Dienstleister und kreative junge Start-up-Unternehmen
  • dies setzt eine deutlich verbesserte Verkehrsanbindung vor allem auf der Schiene voraus. So könnte der Bahnhaltepunkt in Richtung des ehemaligen Parkplatzes verschoben und endlich auch barrierefrei gestaltet werden.
  • eine Neugestaltung könnte eine Eventhalle beinhalten, die auch für den Westteil der Landeshauptstadt nutzbar wäre incl. Naherholungswert durch eine erschlossene Halde
  • ein der Bedeutung angemessenen Erinnerungsort zum Gedenken an die beim Grubenunglück ums Leben gekommenen Bergleute muss zentraler Bestandteil sein

Notwendig ist eine konzertierte Aktion aller Beteiligten (Landesregierung mit den zuständigen Ministerien, RAG, Landeshauptstadt, Bahn) unter Federführung der Stadt Völklingen. Wir brauchen keine großspurigen Pläne, sondern viele kleine, aber dafür konkrete und möglichst schnell umsetzbare Fortschritte für einen Zukunftsstandort Luisenthal!

Stefan Rabel, Fraktionsvorsitzender                                            Ulrike Müller, stv. Fraktionsvorsitzende