Keine Umbenennung der Hermann-Röchling-Höhe

Stadtteil soll Röchling-Höhe heißen

Zur Beendigung der seit Jahren andauernden und auch für die Zukunft andernfalls zu erwartenden Auseinandersetzungen um den Namen Hermann-Röchling-Höhe hat sich die CDU-Stadtratsfraktion gemeinsam mit der Völklinger SPD-Stadtratsfraktion dafür entschieden, dass der Stadtteil künftig den Namen Röchling-Höhe tragen soll. Wir sind der Überzeugung, dass dies eine vernünftige Lösung ist, die sowohl von einer breiten Mehrheit im Stadtrat beschlossen als auch von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen werden kann.

Diese Namensgebung, die einen Kompromiss aus den bisherigen Maximalforderungen (Beibehaltung des jetzigen Namens einerseits und gänzlicher Wegfall des Namens Röchling andererseits) darstellt, verhindert weiteren und zum Teil ideologisch geführten Streit, der Gräben im Stadtteil und der Stadt vertiefen sowie möglichen Ansehensverlust für Stadt und Kommunalpolitik mit sich bringen würde.

 

Zugleich wird das Wirken der gesamten Unternehmerfamilie Röchling für Völklingen und den Stadtteil hervorgehoben und anerkannt als auch den Bedenken betreffend die Person Hermann Röchling Rechnung getragen. Die bisherigen Diskussionen haben gezeigt, dass eine intensive Beschäftigung mit der jüngeren Geschichte der Stadt und ihrer Stadtteile bei besonderer Berücksichtigung des Wirkens der Unternehmerfamilie Röchling auch künftig wichtig und notwendig ist. Der Name Röchling-Höhe wahrt dabei die historische Kontinuität und bietet die Möglichkeit, auch weiterhin an die – positiven und negativen – Aspekte des Wirkens von Hermann Röchling zu erinnern und diese kritisch zu reflektieren.

 

Nachdem diese Lösung möglich geworden ist, verzichtet die CDU-Stadtratsfraktion auf ihre bisherige Forderung nach einer Einwohnerbefragung. Eine solche Einwohnerbefragung gemäß § 20b Kommunalselbstverwaltungsgesetz (KSVG) könnte nicht nur im Stadtteil sondern müsste in der Gesamtstadt stattfinden und hätte ebenso eine Festlegung des Stadtrats wie auch des Oberbürgermeisters auf eine Meinung in der Namensfrage notwendig gemacht. Zudem wäre das Ergebnis einer Befragung für den Stadtrat nicht bindend gewesen, da die Namensgebung laut § 35 KSVG zu den „vorbehaltenen Aufgaben“ des Stadtrats gehört.

 

Stefan Rabel
Fraktionsvorsitzender