Oberbürgermeister zu Woolworth-Sanierung: „Unsinnige Vorwürfe – Stadtrat wurde informiert“

Oberbürgermeister Klaus Lorig hat darauf hingewiesen, dass der Stadtrat Völklingen immer von der Verwaltung hinsichtlich der Sanierung der Woolworth-Fassade auf dem neuesten Informationsstand gehalten wurde. Zu Geheimniskrämerei gebe es, so Lorig, überhaupt keinen Grund.

Lorig hatte bereits in den Sitzungen des Innenstadtausschusses vom 19.03.2015 und vom 24.06.2015 über die Verkaufsabsichten des ehemaligen Woolworth-Gebäudes informiert. Käufer war die Fa. Kreisel aus Karlsruhe zum Kaufpreis von 200.000 Euro. Eine Reaktion auf diese Information sei seitens des Ausschusses damals nicht erfolgt. Die sanierungsrechtliche Genehmigung für den Kauf wurde im Juli 2015 erteilt.

Abstimmungsgespräche mit Herrn Heger (Fa. Kreisel) wurden, so informiert der Völklinger Rathauschef weiter, bereits Ende Juni 2015 geführt. Damals habe Herr Heger noch keine abschließenden Vorstellungen über die zukünftige Gebäudenutzung und die Fassadengestaltung vorgetragen.

Im Dezember 2015 habe dann eine Abstimmung der Stadtplanung Völklingen über eine mögliche Fassadengestaltung mit Herrn Prof. Dr. Dennhardt aus Kaiserslautern (Beauftragter der Firma) stattgefunden. Bei diesem Termin seien lediglich skizzenhaft ausgearbeitete Entwürfe vorgelegt worden, die noch überarbeitet werden sollten. Von der Möglichkeit einer Abhängung der Alu-Fassade, der Beleuchtung der Fassade über vertikal angebrachte Lichtelemente, um plastische und farbliche Akzente zu schaffen, sei gesprochen worden.

Im Januar dieses Jahres habe es weitere Gespräche mit Herrn Heger und der Unteren Bauaufsicht im Völklinger Rathaus unter anderem mit der Thematik „Brandschutz“ (Erneuerung/ Sanierung der Brandschutzanlage) gegeben.

Im Mai 2015 erfolgte dann auf Initiative der Stadt Völklingen eine weitere Kontaktaufnahme mit Prof. Dennhardt mit der Anfrage hinsichtlich der weiteren Ausarbeitung der Fassadengestaltung. Die Antwort sei gewesen, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein weiterer Planungsauftrag für die Ausarbeitung seiner Entwürfe existiere und folglich keine Aussage über den derzeitigen Sachstand in der Fassadengestaltung gegeben werden könne.

Im Mai erfolgte dann eine weitere Kontaktaufnahme mit dem Bauherr bezüglich des Sachstandes mit der Rückmeldung, dass noch nicht genau festgelegt werden könne, wie die Fassade ausgeführt werde. Dabei gab es auch den Hinweis, dass bei der Demontage der Alu-Fassade festgestellt wurde, dass das Betontragwerk schadhaft sei und deshalb neu bearbeitet werden müsse. Auf Nachfrage der Stadt war mitgeteilt worden, dass ein konkreter Zeitraum für Maßnahmen noch nicht angegeben werden könne. Zielsetzung sei aber eine schnellstmögliche Demontage des Baugerüstes. 

Aktuell hat die Firma Kreisel heute auf neuerliche Anfrage der Stadt Völklingen mitgeteilt, dass sie bereit sei, in einer der nächsten Ausschusssitzungen des Völklinger Stadtrats ausführlich ihre Vorstellungen zu präsentieren.

Klaus Lorig, Oberbürgermeister der Stadt Völklingen