Stellungnahme zum möglichen Umzug von Teilen der Verwaltung in die Rathausstraße

Ein Teilumzug der Verwaltung in die Innenstadt (Rathausstr.) bei Nutzung der ehemaligen Casino- und Röchlingbank-Gebäude ließe sich nach Auffassung der CDU-Stadtratsfraktion mit mehreren positiven Zielsetzungen verbinden:

In die Innenstadt zuverlagernde Teile der Vewaltung mit Publikumsverkehr würden zu einer weiteren Belebung der Innenstadt beitragen. In den Gebäuden könnte weiterer Raum für gewerbliche Dienstleistungen und – vor allem – im Erdgeschoss – für Einzelhandel entstehen. Auch wäre für uns vorstellbar, dort einen Multifunktionssaal vorzusehen, der sowohl für Konzerte, Lesungen und Ausstellungen als auch für Kino- und Theateraufführungen nutzbar wäre und in Verbindung mit entsprechender Gastronomie zur Belebung bis in die Abendstunden beitragen könnte.

Bei Nutzung der Option Innenstadt stünde zudem das dann für Verwaltungszwecke nicht benötigte Postgebäude für einen Umzug der Polizeiinspektion zu Verfügung, da der jetztige Standort in der Cloosstraße für die Beamtinnen und Beamten mit vielen Einschränkungen verbunden ist, wie wir aus zahlreichen Besuchen und Gesprächen wissen.

Die bereits laufenden  intensiven Gespräche des Oberbürgermeisters und der Vewaltung mit den verschiedenen Akteuren diesbezüglich wird die CDU-Stadtratsfraktion – analog zur bereits gelungenen Reaktivierung der ehemaligen Kaufhof-Flächen – auch weiterhin konstruktiv unterstützen.

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Antrag der für die Sitzung des Werksausschusses Grundstücks- und Gebäudemanagement (GGM) und entsprechender Vorberatung im Ausschuss für Kinder, Jugend und Soziales (KJS):

Die CDU-Fraktion beantragt die Errichtung einer Ganztagsklasse somit die Einführung einer Teilgebundenen Ganztagsschule (TGTS) in der Grundschule Heidstock

alternativ: die Einführung der Gebundenen Ganztagsschule (GGTS) am Schulstandort Bergstraße mit der Schule Röchlinghöhe als Kooperationsschule

Begründung:

Die Ergebnisse der durchgeführten Elternbefragung haben gezeigt, dass die Akzeptanz einer Gebundenen Ganztagsschule (GGTS) am Standort Heidstock nicht gegeben ist. Eine Investition an diesem Standort in erheblicher Höhe halten wir als daher für nicht verantwortbar. Des Weiteren fallen sehr hohe Transportkosten an, da der Standort Heidstock von Kindern aus zwei Völklinger Stadtteilen besucht wird. Alle Kinder aus diesem Schulbezirk, die nicht die GGTS besuchen, müssen an eine Kooperationsschule – die momentan noch nicht bestimmt wurde – gefahren werden. Außerdem werden die Kinder aus Luisenthal, die die GGTS besuchen, zum Heidstock gefahren. Eine Ganztagsklasse bzw. TGTS (Teilgebundene Ganztagsschule) würde dies verhindern. Die Argumentation, dies wäre nur bei größeren Schulen möglich, kann nicht gelten, da es diesbezüglich andere Beispiele gibt. Wenn diese TGTS angenommen wird und Akzeptanz findet, wird sich die Zügigkeit verändern. Selbstverständlich würde diese Ganztagsklasse auch Kindern aus anderen Völklinger Schulbezirken angeboten, allerdings müssten die Eltern die Fahrt zur Schule selbst organisieren.

Daher wäre aus unserer Sicht auch der Standort Bergstraße in die Überlegungen mit einzubeziehen, da viele Kinder aus dem Stadtbereich fußläufig die Schule Bergstraße (als GGTS) oder die Schule Haydnstraße als Regelschule besuchen könnten, des Weiteren würde der Standort Röchlinghöhe als Kooperationsschule zur Verfügung stehen. Am Standort Bergstraße wird auch die FGTS immer stärker nachgefragt, und für manche Kinder im Innenstadtbereich wäre eine Gebundene Ganztagsschule ein adäquates Angebot. Zu überlegen wäre auch, ob ein Tausch innerhalb der Schulkollegien die Umsetzung am Standort Bergstr. ermöglicht.

Die CDU spricht sich nicht gegen eine GGTS aus, wir sehen uns aber in der Verantwortung, Investitionen und natürlich auch die Folgekosten sinnvoll zu tätigen und nicht den Bürgerwillen zu ignorieren.