Völklinger CDU-Stadtratsfraktion lehnt fünftes Grundschuljahr ab

Die CDU-Stadtratsfraktion Völklingen lehnt die Einführung des fünften Grundschuljahres im Saarland aus finanziellen und organisatorischen Gründen ab. Unterstützt wird das längere gemeinsame Lernen durch Einführung eines Schulvorbereitungsjahres. Dies beschloss die CDU-Stadtratsfraktion gestern Abend in ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause.
Die Ablehnung einer auf fünf Jahre verlängerten Grundschulzeit im Saarland durch die CDU-Stadtratsfraktion erfolgt aus zwei Gründen:
Finanziell: Für die bereits unter großem finanziellen Druck stehenden Kommunen, so auch für Völklingen, würde die Einführung zusätzliche Ausgaben in Millionenhöhe durch notwendige Umbauten der Grundschulen bedeuten. Und das, nachdem erst kürzlich vielerorts die baulichen Voraussetzungen für die Ganztagsschulplätze geschaffen wurden.

Organisatorisch: Durch die Schließung von Grundschulstandorten, mussten sich die Grundschulen vor kurzem erst neu organisieren. Nach diesen Veränderungen an den Grundschulen sowie der Einführung des achtjährigen Gymnasiums sollten Schüler, Eltern, Lehrer und die Schulträger nicht erneut mit grundlegenden Änderungen belastet werden.
Die Idee des längeren gemeinsamen Lernens kann durch die Einführung eines Schulvorbereitungsjahres umgesetzt werden. Die CDU-Stadtratsfraktion unterstützt dieses Vorhaben und erwartet mit Interesse die Ergebnisse des entsprechenden Modellprojekts an der Völklinger Grundschule Bergstraße. Insgesamt muss die Zusammenarbeit zwischen Grundschulen und Kindergärten kontinuierlich verbessert werden.
„Persönlich bin ich zudem der Auffassung, das die Einführung des fünften Grundschuljahres auch aus pädagogischen Gründen abzulehnen ist. Es ist unter anderem aus entwicklungspsychologischen Gründen sinnvoller, nach der vierten Klasse zu differenzieren, weil so die begabungsgerechte Förderung aller Kinder am besten gewährleistet wird. Die grundständigen Völklinger Gymnasien sollen deshalb auch in Zukunft mit der fünften Klasse beginnen können“, so Stefan Rabel.
Stefan Rabel
Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion