Vorfahrt für Ampel-Regelung in Geislautern

Stellungnahme von Franz-Josef Petry, Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion im Stadtratsausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (SU):

Vorfahrt für Ampel-Regelung in Geislautern

Will das Landesamt für Straßenbau (LfS) ein neues Stuttgart 21 provozieren?

Noch während der Stadtratsausschuss „SU“ auf Antworten aus dem (LfS) wartet, die in einer nächsten Sitzung gegeben werden sollen, wird der Knoten am Rotweg als Baustelle einfach weitergeführt. Wir wünschen uns kluge Köpfe statt kluger Schaltung für eine umwelt- und bürgerfreundliche Verkehrslenkung in und um Geislautern. Nach den Gesprächen mit Hr. Holz und Hr. Kindel vom LFS im Stadtratsausschuß waren wir als CDU der Meinung, dass endlich der Denkfehler „Ampel statt Kreisel“ vom Tisch sei. Die beste und intelligenteste (auch auf Zeit billigere) Lösung ist nach wie vor ein Kreisel.

Die LfS-Verantwortlichen können in der SZ unwidersprochen von Stadtrat und Stadtverwaltung Völklingen, dem beteiligten Ausschuss „Stadtentwicklung und Umwelt“, dem Stadtteil und den Bürgerinnen und Bürgern ihre Träumereien vorstellen. Wir sagen dazu:
1. Unfallschwerpunkt mit 18 Unfällen in 4 Jahren:

Unfallschwerpunkte zu entschärfen ist ein guter Ansatz, doch durch die „schnelle Ampel mit Qualitätsstufe B“ werden nun Unfallschwerpunkte in den Ortsverlauf verlagert und weiter erhöht infolge einer einer nun vorprogrammierten Verkehrszunahme. Als empfohlene Literatur hierzu das letzte Gutachten, beauftragt und wahrscheinlich nicht gelesen vom LfS.


2. Rechtsabbiegespur in den Rotweg aus Richtung Ludweiler:

Diese Abbiegespur wurde im Gespräch SU-Ausschuss und Hr. Kindel (Lfs) diskutiert und gefordert. Eine Überprüfung nach Matrix-Vorlagen wurde zugesagt. Die Spur ist möglich und auch die geringste Verfügbarkeit einer Wartespur ist schon entlastend, siehe dazu die Wirkung einer solchen am sogenannten Haller. Mit dieser Vorrangspur ließe sich der Durchgangs-verkehr zur BAB sehr gut morgens steuern im gleichen Maße wie am Nachmittag durch die Rechtsabbiegespur aus dem Rotweg.


3. Kreisel statt Ampel:

Alle aus Stadtteil und Stadt wollen einen Kreisel an dieser Stelle zur besseren Verkehrsregulierung. Wir wollen keine neue Regelung, die den Verkehr nach Geislautern nochmals erhöht und schneller macht. An dieser Stelle muß der Hauptdurchgangsverkehr aus Geislautern abgelenkt werden zur L 163 (Rotweg) und weiter über die auszubauende Raffineriestraße zur BAB. Festzustellen ist: An dieser Stelle gibt es für den “Ideal-Kreisel“ genügend Platz in Richtung Rossel auf baufreiem Gelände und ohne Häuserabriss.
Statt öffentlich im Stadtteil das Vorhaben vorzustellen und zu diskutieren auf der Basis des neusten Gutachtens „Ludweilerstraße L 165“ werden Fakten geschaffen. Wir brauchen in Geislautern nicht die „modernste Ampel in VK im ganzen Saarland“, sondern endlich eine intelligente Verkehrsmengenminderung beim Durchgangsverkehr mit bis zu 30 000 Kfz/Tag und keine „intelligente“ „Freie-Fahrt-Signal“-Regelung für weitere Verkehrsbelastungen, damit „ die Leute… nach Saarbrücken“ über die L 163 geführt werden und dies entgegen der LfS-Meinung in der SZ. Recht hat Hr. Holz mit der Meinung, wenn zwar Verkehrmaßnahmen beschlossen sind, aber nicht kontrolliert werden.
Daher ist die vorgetragene LfS-Darstellung in der SZ geprägt von ortsunkundigen Fakten, kontraproduktiv, bürgerfremd und

  • ein Schlag gegen den gesamten Stadtteil Geislautern
  • ein Widerspruch gegen das neueste „ Gutachten L165 Ortsdurchfahrt Geislautern“
  • eine Umkehrung des Lärmgutachtens in der stärkst befahrenen Ortsdurchfahrt

Die Ausführungen des LfS sind nicht ausreichend für eine Begründung dieser angestrebten unsachlichen Mini-Lösung und bedürfen einer neuen Orientierung.

Wir treten deshalb für einen unverzüglichen Baustopp als Denkphase ein. Die bisherigen Fahrbahnen können problemlos in den jetzigen Bauzustand aufgetragen werden.

Wir fordern sowohl die Stadt Völklingen als auch den Landesbetrieb LfS auf, eine öffentliche Bürgerversammlung in Geislautern umgehend durchzuführen